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Unerfüllter Kinderwunsch: Sterilität des Mannes

Die Entstehung der männlichen Sterilität ist zum Teil noch ungeklärt. Im Wesentlichen ist eine Störung der Spermatogenese (Samenzellbildung), auf Grund von genetischen wie auch exogenen Faktoren (s. u.) Ursache der Krankheit.

Mögliche Ursachen:

Biographische Ursachen

  • Alter – Abnahme der natürlichen Fruchtbarkeit – ab dem 40. Lebensjahr langsam beginnend:
  • Verminderung der Anzahl der Samenzellen.
  • Langsame Zunahme der Anzahl von Samenzellen mit Veränderungen der Gestalt und ebenso Zunahme chromosomaler Veränderungen bedingt durch Alterung.
  • Eine seltene Ursache für eine Störung der Spermatogenese (Samenzellbildung) kann eine genetische Anomalie sein.

Verhaltensbedingte Ursachen

 

  • Ernährung
    • Fehlernährung – nicht vollwertige, vitalstoffarme* Ernährung; zu hohe Zufuhr gesättigter Fettsäuren, enthalten in Süßigkeiten, Knabbereien, Fertigmayonnaisen, Fertigdressings, Fertiggerichte, frittierte Speisen, panierte Speisen [3]
    • Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe)
  • Genussmittelkonsum
    • Alkohol*
    • Kaffee, Schwarzer Tee
    • Tabak (Rauchen)**
  • Körperliche Aktivität (Exzessiver Sport)
  • Psycho-soziale Situation(Stress)
  • androide Fettverteilung (Körperfett am Bauch (androide Körperfettverteilung) führt zum Abfall des freien – biologisch aktiven Testosterons – des männlichen Hormons.)
  • Übergewicht (BMI ≥ 25; Adipositas) – 10 kg Übergewicht steigern das Risiko für Unfruchtbarkeit um 10 % [1]

Untergewicht, Hormonelle Störungen (selten)

Organische (genitale) Ursachen:

  • Bakterielle Verunreinigung des Samens – zum Beispiel wegen einer Prostatitis (Entzündung der Prostata)
  • Gestörte Spermatogenese (Samenzellbildung) – u.a. wegen einer genetischen Anomalie
  • Hodenhochstand
  • Hodenhypoplasie – Unterentwicklung des Hodengewebes
  • Hodenverletzungen
  • Immunologische Sterilität
  • Störung des Spermientransports
  • Urotuberkulose
  • Krampfaderbruch

Krankheitsbedingte (extragenitale) Ursachen  

  • Diabetes mellitus – kann zu Erektions- und Ejakulationsstörungen führen sowie Ursache eines Hypogonadismus sein
  • Geschlechtskrankheiten – Gonorrhoe, Syphilis
  • Fieberhafte Infekte
  • Lebererkrankungen – können Ursache eines sekundären Hypogonadismus sein
  • Niereninsuffizienz
  • Schilddrüsenerkrankungen

Labordiagnosen – Laborparameter –, die als unabhängige Risikofaktoren/Ursachen gelten: Folsäuremangel

Medikamente:

  • Antibiotika
  • Antihypertensiva (können zu einer Beeinträchtigung der Spermatogenese (Samenzellbildung) führen)
  • Antidepressiva
  • Drogenkonsum (Cannabis, Morphin, Opiate)
  • Hormone
  • Prostatamittel
  • Anabolika-Missbrauch

Röntgenstrahlen: Strahlentherapie (Radiotherapie, Radiatio) des kleinen Beckens/der Fortpflanzungsorgane oder des Hypothalamus/Hypophyse (Hirnanhangsdrüse)

Operationen: Operationen wegen Hodenhochstand, Hernia inguinalis (Leistenbruch)

Umweltbelastung – Intoxikationen (Vergiftungen):

  • Überwärmung der Hoden (Arbeit am Hochofen, Bäckerei, häufige Saunagänge; Drogen; Sitzheizung im Auto: langes und häufiges Fahren mit beheizten Autositzen kann die Zeugungsfähigkeit mindern. Die Spermien werden in der Anzahl weniger (Oligozoospermie), langsamer (Asthenozoospermie) und sind häufiger fehlgebildet (Teratozoospermie);
  • Umweltgifte – z.B. polychlorierte Biphenyle (PCB); Bisphenol A (BPA)

*Alkoholkonsum
Alkoholkonsum kann die Fruchtbarkeit des Mannes und der Frau beeinträchtigen: Sexualhormone können aufgrund alkoholbedingter Leberschädigungen nicht mehr entsprechend abgebaut werden und führen zur hormonellen Störung auf der Ebene Hypothalamus (Hypophyse), das heißt auf der Ebene von Zwischenhirn und Hirnanhangsdrüse.
Erhöhter Alkoholkonsum kann so zu einer schlechteren Qualität der Samenzellen führen: Die Samenzelldichte wird reduziert und der Anteil der fehlgebildeten Samenzellen nimmt zu. Des Weiteren führt erhöhter Alkoholkonsum zur Beeinträchtigungen der Libido, das heißt der sexuellen Lust.
Nebenbei: Hoher Alkoholkonsum – Mann > 60 g/Tag; Frau > 40 g/Tag – hohe Alkoholkonzentrationen führen nachweislich zur Hirnatrophie [4] – Samen- und Eizellen werden schon bei wesentlich kleineren Alkoholkonzentrationen geschädigt!

**Tabakkonsum
Mann: Rauchen kann zur Einschränkung der Beweglichkeit von Samenzellen führen und damit die Befruchtungschancen vermindern.